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(18.10.2006)

Estland im FSX - Teil 1

Vorwort

Nun ist er also endlich da, der FSX (oder auch FS10), die langerwartete neue Version des Microsoft Flugsimulators, in die so viele Erwartungen gesetzt worden sind wie selten zuvor. Atemberaubende Grafik soll er bieten, höhere Texturauflösungen, Wasserspiegelungen, verbesserte Wettereffekte, eine durch fahrende Autos, Schiffe und laufende Tierherden belebte Welt, schönere Standardflugzeuge, ein Einsteiger freundliches Missionssystem, und vieles mehr. Über die letzten Monate hinweg wurde die Vorfreude mit jedem neu veröffentlichten Screenshot, mit jedem Vorabbericht weiter angeheizt.

Seit der FSX nun erhältlich ist, quellen die Internetforen über mit Erfahrungsberichten von Usern, wobei sich zufriedene und enttäuschte Stimmen in etwa die Waage halten. Der gemeinsame Tenor ist folgender: Sicher, die versprochenen Features sind da, und es könnte theoretisch alles ganz phantastisch aussehen, wenn, ja wenn der Simulator nur mit halbwegs fliegbaren Frameraten (>20) auf aktuell in den Wohnzimmern stehender Durchschnitts-Hardware laufen würde. Und das tut er halt nicht, jedenfalls nicht, solange die Regler nicht so weit zurückgenommen werden, dass von all der ersehnten Grafikpracht kaum noch etwas übrigbleibt. Der FSX ist klar auf zukünftige Hardware ausgelegt, mindestens benötigt man ein aktuelles Highend-System, um bei mittelhohen Einstellungen ruckelfrei fliegen zu können. Hat man dieses nicht, so lohnt es sich, die bekannten Foren zu durchstöbern, da dort schon jetzt einige nützliche Modifikationen, CFG-Tweaks und Austauschtexturen verbreitet werden, die die Performance teilweise drastisch verbessern.

In den folgenden Abschnitten soll es nun aber nicht weiter um die Performanceprobleme des FSX gehen, sondern, gemäß dem Thema dieser Webseite, wollen wir uns einmal anschauen, wie die Default-Szenerie des FSX in Estland aussieht und wie es um die Kompatibilität der vorhandenen FS2004-Szenerien bestellt ist.


Die Default-Szenerie des FSX in Estland

Die Installation des FSX auf der Festplatte schlägt mit 15 GByte um ein Vielfaches höher zu Buche als die vergleichsweise moderaten 2 GByte des FS2004. Laut Aussagen der Entwickler hat das deutlich detailliertere Weltmodell im Vergleich zum FS2004 daran einen großen Anteil. Dieses mag für einige Länder stimmen, so kommen z.B. die USA und einige europäische Länder in den Genuss von genauen Straßen, Küstenlinien und Höhendaten, die vormals nur durch zusätzliche Addons zu erreichen waren. Viele andere Länder wurden hingegegen nicht verbessert, im Gegenteil tauchen in den Foren z.B. schon Screenshots von Canada oder Griechenland auf, die einen deutlichen Rückschritt im Vergleich zum FS2004 zeigen. Auch in Estland sind leider keine Verbesserungen zu erkennen, was die Küstenlinien und Landklassen betrifft.

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(Vergleich zwischen der Default-Szenerie des FSX und des FS2004 in Tallinn)

Ein Vergleich zwischen den Küsten des FS2004 und denen des FSX zeigt, dass die Linien im FSX sogar eckiger sind. Die Landklassendaten (d.h. also die Bodenbedeckung) sind genauso grob wie im FS2004, gut zu sehen an den Bildern von Tartu (s.u.) und der Monotonie, mit der die Insel Saaremaa bedeckt ist. Die Straßen und Eisenbahnlinien scheinen sich geringfügig verbessert zu haben, so ist z.B. die falsche Brücke über den Ülemiste See nicht mehr vorhanden. Andererseits zeigt das untere Beispiel von Kuressaare auch, wie grob hier noch alles ist.

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(links: Tartu, rechts: Saaremaa)

Mit anderen Worten: Auch im FSX wird die Estonian Landscape Szenerie noch genauso notwendig sein, um eine schöne und VFR-taugliche Landschaft in Estland zu haben. (Ja ich geb's zu: ein wenig freue ich mich darüber doch, ich hatte schon befürchtet, dass sie mit dem FSX überflüssig wird, dann hätte sich die viele Arbeit ja kaum gelohnt.) :-)

Wie sieht es denn nun mit den Default-Flugplätzen aus? Im FSX vorhanden sind Ämari (EEEI), Kärdla (EEKA), Kihnu (EEKU), Kuressaare (EEKE), Narva (EENA), Pärnu (EEPU), Rapla (EERA), Ridali (EERI), Ruhnu (EERU), Tallinn (EETN), Tapa (EETA), Tartu (EETU) und Viljandi (EEVI). Neu hinzugekommen sind also die drei Plätze Ämari, Rapla und Narva, was eine gute Nachricht ist, da es davon bisher auch keine Addon-Szenerien gab.

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(links: Flughafen Tallinn, rechts: Kuressaare)

Die Plätze sind in der bekannten Default-Qualität, d.h. die meisten enthalten keine oder nur sehr einfache Gebäude. Bei den größeren gibt es jetzt allerdings auch fahrende Service-Fahrzeuge, und insbesondere Tallinn hat sich gegenüber dem FS2004 ein wenig verbessert (s.o.).

Fazit zur Default-Szenerie des FSX: Für Estland gibt es praktisch keine nennenswerten Verbesserungen im Vergleich zum FS2004. Um so spannender ist daher die Frage, ob die existierenden Addon-Szenerien im FSX laufen, bzw. wie aufwendig die notwendigen Anpassungen sein werden. Dieses soll im zweiten Teil dieses Artikels näher untersucht werden.

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